Wubbjes – Saatgutbällchen mit Wurmhumus

Vielen ist es sicherlich bekannt. Bienen und Hummeln haben es zur Zeit nicht ganz leicht. Pestizide, Monokulturen, Flächenversiegelung. In den letzten Jahren ist es massives Bienensterben zu verzeichnen, aber ohne Bienen keine Bestäubung und ohne Bestäubung keine Nahrung. Stirbt die Biene dann stirbt der Mensch.
Eine schöne Idee wird aktuell vom Projekt http://blumige-landschaften.de verbreitet.
Wubbjes: Samenbällchen mit Wurmhumus. Wir empfehlen den Einsatz dieser Bällchen ab April, um etwas für eine farbenfrohe Arterhaltung beizutragen; und auch der Regenwurm leistet dazu Hilfe.

Wie kann ich Wubbjes herstellen

Du benötigst einen Teil Saatgut (Bienen- oder Hummelmischung) und einen Teil Wurmhumus.
Das ganze wird dann mit Wasser und 5-6 Teilen Teilen Gartenerde gemischt. Anschließend soll das runde Bällchen dann noch mit einer Lehmschicht (etwa 1-2 Zentimeter) umschlossen und getrocknet werden.

Wubbje
Und dann gehts ans Einpflanzen (ab April). Einfach wild in die Erde setzen, auf Grünstreifen, in Stadtbeeten oder auf Brachflächen. Brummende und summende Gäste werden sich freuen, und die Regenwürmer haben auch ihren Beitrag geleistet. Sehr schön :-)
Das Auge freut sich und der Überraschungsmoment in der Landschaft ist groß. Schaden entsteht keiner – Wunderbar!

Der Link zum Originalartikel
Farbenfroh

10 Pakete Würmer (je 1000 Stück) zu gewinnen

Liebe Leute,
an dieser Stelle gibt es 10 Pakete Würmer (je 1000 Stück) zu gewinnen (zu jeweils 25 Euro).
Es handelt sich dabei um die Wurmarten „Dendrobena veneta“ und „Eisendia foetida“.

Wie könnt Ihr mitmachen?

Es geht ganz einfach. Ihr setzt einen Link zu http://wurmpalast.de in einem Facebook-, Twitter- oder Google+-Posting, in welchem Ihr auf das Projekt aufmerksam macht. Alternativ könnt Ihr auch einen Link auf einer von Euch betriebenen Webseite setzen.
Ein Beispiel:
Auf Facebook schreibst Du z.B.:

Ein schönes Projekt: http://www.wurmpalast.de, dient dem Umweltschutz durch Förderung einer natürlichen Biomüllverwertung…

Dann schickst Du uns den Link zu Deinem Post an info /att/ wurmpalast.de und Du nimmst automatisch an dem Gewinnspiel teil. Dieses läuft bis zum 1. März 2016. Die Gewinner werden anschließend informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

25% des Restmülls in Österreich ist Biomüll – das sollte nicht sein. Das Start-Up wurmkiste.at hat dafür eine Lösung entwickelt.

Wurmkisten aus Holz in denen unzählbar viele Kompostwürmer leben und den Biomüll zu hochwertigem Wurmhumus umwandeln. Die Kisten sehen aus wie stylische fahrbare Hocker und integrieren sich perfekt in die Wohnung. Dort stehen sie auch beispielsweise in der Küche, eben dort wo der Bioabfall anfällt. Unangenehme Gerüche gibt es keine und die Würmer können auch nicht flüchten. Die Kompstwürmer fressen ihr halbes Körpergewicht am Tag und verputzen somit etwa 200g Biomüll täglich. Bei Besuch von Gästen sind die neuen Haustiere auch sofort Gesprächsthema Nr. 1.

Im Zuge des Projekts leben bereits 180.000 Kompostwürmer in den Wurmkisten von wurmkiste.at und verwerten jährlich 11 Tonnen Biomüll. Etwa 400 Menschen haben die Wurmkiste bereits in ihren Lebensalltag integriert. Gebaut werden die Wurmkisten von zwei Brüdern aus ökologischen Rohstoffen in einer kleinen Werkstatt in Oberösterreich. Angeboten werden sie fix-fertig, als Selbstbauset oder können im Rahmen eines Workshops selbst gebaut werden.
Mehr Infos unter www.wurmkiste.at
Wurmkisten

Wurmhumus und Permakulturen

Permakultur

Eine Permakultur ist eine landwirtschaftliche Kulturform, welche ein nachhaltiges, naturnahes und dauerhaftes Bewirtschaften in den Vordergrund stellt. Die Gesamtheit der landwirtschaftlichen Systeme wird betrachtet und Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit werden unterstützt. Der Begriff Permakultur setzt sitz aus perma(nent) und …kultur zusammen.
Verschiedene ethische Begriffe spielen dabei eine Rolle, wie z.B. ein achtsamer Umgang mit der Erde, ihren Ressourcen und ihren Lebewesen. Auch ein achtsamer (sozialer) Umgang mit den Menschen ist dabei wichtig, genau wie eine Selbstbegrenzung und eine Überschussverteilung.
Permakulturen sind langfristig angelegt, nachfolgenden Generationen sollen die Wert- und Gütestoffe der Erde unbeschadet übergeben werden. Auch Artenvielfalt, genetische Vielfalt sowie ökologische Vielfalt sind zu unterstützen. Der Leitsatz lautet: „Nachhaltige Optimierung statt kurzfristiger Maximierung.“ Kooperation statt Konkurrenz und die Beziehungen zwischen den Elementen (nicht aber die Elemente an sich) stehen im Blickpunkt der Permakulturen.

Wurmhumus

Regenwürmer und die Produktion von Wurmhumus gliedern sich optimal in Permakulturen ein. Durch ihre grabende Tätigkeit sorgen sie dafür, dass Wasser und Luft optimal in das Element Boden eindringen können. Abgestorbenes Pflanzenmaterial kann nachhaltig verwertet werden; nach einer Zersetzung durch Kleintiere (z.B. Milben, Asseln, später Bakterien) stehen diesem dem Regenwurm in ihrer Fülle zur Verfügung. Dieser wiederum produziert Wurmhumus, das bedeutet, durch den Kot des Regenwurmes wird der Boden mit vielen wertvollen Nähr- und Mineralstoffen angereichert. Wurmhumus beschleunigt die Keimung und Widerstandsfähigkeit von Jungpflanzen. Darüber hinaus wird ein eventueller Schädlingsdruck massiv reduziert. Nematoden und Pilzkrankheiten werden vermindert, die Pfalnzen wachsen „ungestörter“. Durch seine Fähigkeit Wasser aufzunehmen sorgt er dafür, dass – einem Schwamm gleich – es auf den betroffenen Bodenschichten nicht zu Überschwemmungen kommt, bzw. möglichst viel Wasser gebunden wird. Regenwurmhumus enthält verschiedene Enzyme, welche dafür sorgen, dass organische Masse im Boden „verwertbar“ wird und stellt zudem einen optimalen Torfersatz für Gartenerden dar. Wurmhumus ist ein fester Bestandteil von Permakulturen beziehungsweise sollte es unbedingt werden, da der die Prinzipien dieser Landwirtschaftsbewegung wie kaum ein anderer Stoff unterstützt.

Der Verein Gleisbeet e.V.

An dieser Stelle soll ein weiterer, sehr begrüßenswerter Verein vorgestellt werden: Der Verein Gleisbeet e.V.

Früher frequentiert von Zügen, heute Habitat für die Bedürfnisse der Nachbarschaft und Berlins Gartenenthusiasten.

Auf dem Gelände des ehemaligen Wriezener Bahnhofs in Berlin Friedrichshain zwischen den Partymeilen der Revaler Straße und dem Berghain haben sich in den letzten Jahren ein paar Initiativen angesiedelt. Darunter ein BMX-Park, Schulgärten, der vegane Biergarten „Nirgendwo“ und der Gemeinschaftsgarten GleisBeet, der seit 2015 als gemeinnütziger Verein tätig ist.

Seit dem ersten Spatenstich ist unsere Vision den Gemeinschaftsgarten mit permakulturellen Elementen und Ideen umzusetzen. Das bedeutet, Muster der Stadt, der Nachbarschaft und der Pflanzen auf das ehemalige Bahnhofsgelände zu beobachten, zu verstehen und daraus ein für alle nutzbares, Zufriedenheit förderndes Konzept zu entwickeln. Neben einem Ort, der Besucher und Anwohnern zum Verweilen und Entspannen einlädt, wird Bodenverbesserung getätigt damit ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere entsteht.

Durch die ehemalige Nutzung der Fläche für den Güterverkehr ist das Gelände des GleisBeets mit Schwermetallen kontaminiert. Die Geschichte der Fläche hat sich quasi mit den kleinsten Bodenpartikeln verwoben. Deswegen findet der Nutzpflanzenanbau nur in Hoch- oder Hügelbeeten statt. Die restliche Fläche wird via Phytoextraktion und Gründüngung aufgewertet und ein Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung darstellen.

Die gemeinschaftlichen Aktionen im Beet finden meistens einmal im Monat und nach Absprache oder Wetterlage auch öfter statt. Der Fokus liegt auf kreativem Bauen, Fruchtfolgegestaltung, Kreislaufgestaltung und einer funktionierenden Gemeinschaft – natürlich alles unter dem Hut der Urbanen Permakultur.

Doch was ist Permakultur überhaupt?

Der Begriff Permakultur setzt sich aus den beiden Wörtern permanent und agrikulture zusammen und wurde von den beiden Australiern Bill Mollison und David Holgrem geprägt. Ihre Vision beschäftigte sich mit der Frage, wie sich menschliche Lebensräume stabil und ökologisch verträglich gestalten lassen.
Permakultur war ursprünglich für eine nachhaltige Landwirtschaft entwickelt worden und mit der Zeit wurden die Prinzipien auf soziale und ökonomische Lebensbereiche ausgeweitet und mehrere Gestaltungsprinzipien entwickelt.

Der „Wurmverein“ und seine Beiträge zur Bodenverbesserung

An dieser Stelle soll ein Gastbeitrag (an einigen Positionen angepasst) des Vereins zur Förderung vermitativer Abfallverwertung und Humusproduktion e.V. („Wurmverein“) veröffentlicht werden.

Einleitung

Die Vorzüge des größten wirbellosen Bodenbewohners, dem Regenwurm, sind jedem Gärtner wohl bekannt.
Als tüchtiger Verwalter des Erdbodens erfüllt er außerordentlich wichtige Aufgaben für die Erhaltung des Lebens auf unserer Erde.
Würmer bereiten den Boden in einer ausgezeichneten Weise für das Wachstum der Pflanzen und für Sämlinge aller Art vor. Sie mischen das Ganze durcheinander, gleich einem Gärtner, welcher feine Erde für seine ausgesuchten Pflanzen zubereitet.“ (Charles Darwin)

Etwa seit 1949 wird in Deutschland der Einsatz von Würmern für die Kompostierung propagiert. Das wachsende Müllbergproblem war und ist akut, den Entsorgungsweg der Bioabfälle über die sog. „Speckitonne“ gab es nicht mehr. Dies war einer der Gründe, dass 1990 einige Wurmzüchter auf die Idee
kamen, eine Kommune mittels Wurmfraß von organischen Abfällen zu entsorgen. Es wurden Recherchen über evtl. existierende „Wurmabfallverwertungsanlagen“ mit dem Ergebnis durchgeführt, dass der Versuch zum Betreiben solcher Anlagen mehrfach unternommen, aber nie realisiert wurde.
Unter dem Motto: „Hast Du Würmer, bist Du nicht allein!“ gründeten am 23.08.1991 mehrere Wurmzüchter o.g. Verein. Sitz des Vereins wurde die Stadt Tambach-Dietharz, wo er sich heute noch befindet. Der Verein hat z.Zt. 20 Mitglieder und wurde zur Verwirklichung nachstehender Ziele gegründet:

  • kommunal anfallenden Biomüll in einer Wurmzuchtanlage zu verwerten
  • Beratung entsorgungspflichtiger Körperschaften zur Verwertung organischer Rest- u. Abfallstoffe
  • Betreuung von Wurmzüchtern und Humusproduzenten im Rahmen der Vereinsmitgliedschaft.
  • Popularisierung der vermitativen Abfallverwertung
  • Realisierung von weiteren vermitativen Abfallverwertungsanlagen.
  • Beschäftigung schwervermittelbarer Arbeitnehmer

Praktische Umsetzung

Mit der Idee, eine Kommune mit Hilfe von Würmern (vermitativ) von organischen Abfällen zu befreien, besuchten Wurmzüchter bereits seit 1990, über ein Jahr mehrere Umweltämter in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die von den Wurmzüchtern vorgeschlagene Abfallverwertung fand allerorts reges Interesse, eine Unterstützung wurde aber nicht zugesagt. Der Grund, eine derartige funktionstüchtige Anlage existierte nirgends. Es waren sich alle einig, eine funktionstüchtige Anlage musste her.
Auf Grund der bis dato gewonnenen Erkenntnisse und der Tatsache, dass in der Bundesrepublik keine bekannte Anlage dieser Art vorhanden war, beschlossen wir Wurmzüchter die Gründung des o.g. Vereins. Nachdem bereits Konzepte, sowie einige praktische Erfahrungen bei der Entsorgung von Biomüll im kleinen Umfang vorlagen und der Verein bei mehreren Beratungen Rede und Antwort stand, wurde Mitte März 1992 mit den Vorbereitungen für den Beginn der vermitativen Abfallverwertung der Stadt Tambach-Dietharz, in Zusammenarbeit mit der Stadt und Unterstützung des Landratsamtes Gotha begonnen.
Der Verein legte ein Konzept hinsichtlich Errichtung einer Pilotanlage zur schrittweise, kommunalen Bioabfallverwertung mittels Würmern vor. Dieses Konzept wurde am 06.05.92 von dem damaligen Thüringer Umweltminister Herrn Dr. Sieckmann, während eines Besuches in Tambach-Dietharz, sowie vom Umweltamt des LRA Gotha abgesegnet.
Der 04. Juni 1992 war ein historisches Datum im Vereinsleben. Mit einer „Belegschaft“ von ca. 250.000 Exemplaren von Humuswürmern ging in Tambach-Dietharz die Pilotanlage für vermitative Abfallverwertung in Betrieb. Es wurden Boxen mit einer Fläche von 9 m x 2 m auf einer Betonfläche errichtet und mit Wurmsubstrat besetzt. Die eingebrachten Würmer stammten von Züchtern an der Ostsee, aus dem Zittauer Raum bis hin zu
Baden-Württemberg und Hessen.
Diese Anlage war die Erste in Deutschland, die von einer Gebietskörperschaft gestützt und mit Mitteln der Bundesanstalt für Arbeit im Rahmen des Förderprogramms Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen finanziert wird, wenn gleich auch zeitlich begrenzt.

Auswirkungen

Durch ehrenamtliche Arbeit einiger Vereinsmitglieder (ca. 600 h/a) und mit tatkräftiger Unterstützung territorialer Verantwortungsträger, sowie regem Interesse der Bürger wird bis zum heutigen Tage mit dieser Anlage folgendes demonstriert:

  • die kontinuierliche Entsorgung der Biotonne u. individuellen Biomaterialanlieferung mittels Wurmfraß
  • die Umwandlung von organischen Abfällen, mittels Würmern, in pflanzenverfügbare Nährstoffe und somit in ein hochwertiges Endprodukt ist auch in größerem Maßstab möglich
  • hohe Anteile von Spurenelementen in dem Endprodukt Wurmhumus, die dem Pflanzenwachstum dienlich sind (wurde durch mehrere Laboratorien bestätigt)
  • die ganzjährige biologische Aufarbeitung von organischen Rest- u. Abfallstoffen
  • der Arbeitsablauf und Arbeitsaufwand bei der vermitativen Abfallverwertung
  • die technischen und baulichen Anforderung für diese Art der Abfallverwertung
  • die Auswirkungen dieser biologischen Umwandlung und Produktion auf die Umwelt
  • die Inhaltsstoffe und die Verwendungsmöglichkeiten des erzeugten Wurmhumus

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es in den 24 Jahren, indem das in der Anlage entstehende Produkt BIOVERM verkauft wird, noch keine Reklamation
gab. Die Abfallverwertungsanlage wird gegenwärtig nur von den Vereinsmitgliedern betreut. Die notwendigen finanziellen Aufwendungen (Aufwandsentschädigung, Technik, Arbeitsmaterialien usw.) werden durch Mitgliedsbeiträge, Humus- und Wurmverkauf sowie ab und an durch einige Spenden getätigt.
Durch Unterstützung ansässiger Firmen, Privatpersonen, dem Einsatz von selbstentwickelter Technik sowie Erweiterung der Verarbeitungsfläche auf 410 m2 können wir auf eine Steigerung der Bioabfallverwertung von 170 Liter Abfall pro Woche 1992 auf gegenwärtig ca. 7500 Litern verweisen. Diese Menge stellt z.Z. den Gesamtdurchschnitt der Bioabfälle in der Stadt Tambach-Dietharz dar, die nicht von den Bürgern selbst kompostiert werden. Daraus folgt, dass sich die Stadt gegenwärtig mit Hilfe des Vereins hundertprozentig selbst entsorgt.

Einige Aktivitäten & Höhepunkte:

  • 1993 wurden Versuche mit Klärschlamm durchgeführt. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass
    nach der vermitativen Verarbeitung die vorhandenen Schadstoffe auf ein Minimum reduziert wurden.
    Aus finanziellen Gründen konnten diese Versuche nicht weiter geführt werden.
  • Am 17.09.93 fand eine Beratung mit Privatwaldbesitzern statt. Gegenstand war das Patent des Vereinsmitgliedes
    Dr. Peter Wilde vom 23.05.87 zur Waldbodenheilung unter Verwendung von Wurmhumus.
    Der Vorschlag fand reges Interesse aber keine finanzielle Unterstützung.
  • Regelmäßige Durchführung von Tagen der offenen Tür
  • Unterstützung von interessierten Bürgern bei der Einrichtung von „Wurmkompostierungsanlagen“ im
    Kleingartenstil
  • Veröffentlichungen in der Presse zur Problematik Abfallverwertung mit Würmern
  • 1998 erhielt der Verein den Umweltpreis des Landkreises Gotha
  • Im Juli 2001 Auftritt im MDR „Mittags um 12“
  • Versuche zum Nachweis der biologischen Verbesserung des Waldbodens
  • Präsenz bei der Landesgartenausstellung 2004 in Zeitz, sowie bei Gärtnertagen in Gera und Erfurt und
    auf mehreren „grünen Märkten“ im Raum Thüringen
  • Im August 2005 wurde auf der Anlage in Tambach-Dietharz ein Fernsehbeitrag für die Sendung
    „MDR Garten“ gedreht
  • Verkaufsstand auf der Bundesgartenausstellung 2007 in Ronneburg
  • Am 11. August 2009 wurde im „Thüringen Journal“ ein vorher gedrehter Beitrag gesendet
  • Anfang 2010 wurde ein Versuch im Rahmen des Biologieunterrichtes mit der Regelschule Tambach-
    Dietharz unter Anregung von Christof Biemann (Redakteur der Sendung mit der Maus) gefahren, der
    am 18.04.2010 gesendet wurde
  • Im Juli 2010 wurde ein Fernsehbeitrag für die Sendung MDR „Hier ab Vier“ gedreht, der auch kurz
    darauf gesendet wurde
  • Interview Landeswelle im September 2010
  • 2015 Vorträge auf der Landesgartenschau in Schmalkalden und Ölsnitz

Weitere Informationen: http://www.wurmverein.de/

Bodenzerstörung ein ernstzunehmendes, globales Problem

Nach einem am 15.9. veröffentlichtem Bericht der Vereinten Nationen werden insbesondere durch intensive Landwirtschaft nach wie vor eine gigantische Fläche ökologisch wertvoller Flächen zerstört. Der montäre Verlust wird innerhalb der Studie auf einen Wert zwischen 5,6 und 9,4 Billionen Euro im Jahr beziffert, Bodenzerstörung stellt damit ein gravierendes globales Problem dar.
Der jährliche Verlust beträfgt etwa 15 % des weltweiten Bruttosozialproduktes.
Die Entwertung des Bodens wird in den nächsten Jahren dazu führen, dass weitere große Flüchtlingsströme provoziert werden. Provoziert durch Bodenentwertung und Bodendegradation.
Insbesondere durch Überdüngung und Überweidung findet eine enorme Bodenzerstörung statt. Die Studie deutet klar darauf hin, dass sich nachhaltige Bodenbearbeitung volkswirtschaftlich lohnt.

Auch Deutschland stellt in diesem Kontext keine Ausnahme dar. Aktuell werden täglich Bodenflächen in der Größe von etwa 100 Fußballfeldern überbaut. Ein Viertel der Ackerflächen sei zudem von Boden-Erosion betroffen.

Schaffung von Ton-Humus-Komplexen im Boden

Nach Auffassung des Autors dieser Seite wäre es wünschenswert für stabilere Bodenformen zu sorgen, beispielsweise durch die Schaffung von Ton-Humus-Komplexen.
Ton Humus Komplexe

Diese werden insbesondere durch ein sehr aktives Bodenleben geschaffen, beispielsweise durch die Verarbeitung organischer Substanz durch Regenwürmer und Mirkoorganismen.
Ein Ton-Humus-Komplex stellt das Verhältnis von Tonmineralien und Huminstoffen dar. Die Tonminerale und auch die Humusteilchen (Huminsäurereste) sind elektrisch negativ geladen. Daran lagern sich somit z.B. positiv geladene Nährsalzionen (+) oder Säuren (H+) an. Nähstoffe werden also nicht durch Regengüsse einfach in tieferen Schichten ausgewaschen sondern werden zu gegebener Zeit von den Pflanzen durch einen Ionenaustausch aufgenommen.
Auch Wasser wird durch seine elektrischen Eigenschaften an diese Komplexe gebunden. Die stabilen Krümelaggregate sorgen zudem dafür, dass der Boden sehr aufgelockert wirkt und einen guten „Zusammenhalt“ hat, also nicht einfach durch Wind oder Regen eine Bodenerrosion stattfindet.
Durch die Verarbeitung organischer Substand z.B. durch Millionen von Regenwürmern findet zudem eine hohe Bodenverbesserung statt, je nach Ausgangsmaterial („Futter“) werden zudem Düngerqualitäten erreicht.

Weitere Informationen finden sich auch hier.

Wichtig ist es also auf Feldern/in Gärten für günstige Lebensbedingungen von Klein- und Kleinstorganismen zu sorgen, dieses bedeutet:

  • Kein Einsatz chemischen Düngers
  • Überlassung einer großen Menge organischer Reststoffe als „Futter“ auf den Feldern/im Garten
  • „Aussat“ von Regenwurmkokons

Die Aussaat von Regenwurmkokons ist dabei durchaus ernst gemeint. Bekannt ist, dass mittlerweile verschiedene natürlich orientiere Gartenbaufirmen im Frühling eine große Menge an Wurmkokons in ihre Felder und Gewächshäuser einstreuen. So setzt beispielsweise die Westhof Bio Unternehmensgruppe „Regenwurmeier“ zur Bodenverbesserung ein…