Das Projekt

Über Wurmpalast.de

Dieses Projekt wurde in Melle im Osnabrücker Land ins Leben gerufen, hat aber den Anspruch einer bundesweiten Verbreitung. Die Plattform Wurmpalast.de wird ehrenamtlich geführt und bietet seinen Nutzern einen kostenlosen Service an.
Vereinfacht gesagt: Das Ziel des Projektes ist es, durch Bioabfallverwertung (als Regenwurmfutter) einen aktiv ökologischen Bodendünger zugewinnen, welcher signifikant und nachhaltig zu einer Bodenverbesserung beitragen soll. Mittels dieses Projektes soll auf diese einfache Möglichkeit der Bodenaufwertung hingewiesen und Bürger/Institutionen/Verbände etc. animiert werden, sich in diesem Sinne für den Boden- und Umweltschutz zu engagieren.

Grundsätzlich gilt: Hervorragende Naturschutzprojekte werden von Forschungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen oder (ehrenamtlichen) Vereinen initiiert. Wünschwenswert wäre es jedoch, wenn sich jeder einzelne Bürger noch aktiver beteiligen würde. Dieses ist ganz einfach und funktioniert auch fernab einer Mitgliedschaft in Vereinen oder Verbänden ganz ausgezeichnet. Dieses Projekt soll nun eine Möglichkeit bieten, sich individuell auf einfache Art und Weise produktiv im Sinne des Bodenschutzes/Umweltschutzes bzw. der Biomüllverwertung einzubringen.

Zu viel Biomüll


Nach einer aktuellen Studie des WWF werden allein in Deutschland pro Jahr 18,4 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.
Anders formuliert: Pro Sekunde landen in Deutschland 313 Kilo Lebensmittel im Müll. Geschätzt wird aktuell, dass in vielen Industrienationen etwa 20% der produzierten Lebensmittel nicht verwertet werden. Jedes Kilogramm „umsonst produzierte“ Lebensmittel aber fördert Treibhausgasemissionen durch Düngung, Transport und Kühlung. Völlig unsinnig ist zudem die investierte Arbeit, die Nutzung oder Überbeanspruchung von Böden, das investierte Potential, wenn die Lebensmittel letztlich nur für die Müllkippe produziert werden. Ethisch verantwortungslos ist die Überproduktion insbesondere unter Berücksichtigung dessen, dass in riesigen Krisenherden der Welt ein Mangel an Nahrung vorliegt. Insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass gemäß einer Studie der UN im Jahre 2100 eine Bevölkerungszahl zwischen 9,6 und 12 Milliarden Menschen auf dem Planeten Erde zu erwarten ist.

Weltweite Bodenverschlechterung


Erosion eines degradierten Bodens, Bildquelle:https://en.wikipedia.org/wiki/Soil_retrogression_and_degradation#/media/File:Wassererosion_Acker.jpg
Wassererosion eines degradierten BodensGleichzeitig degradieren weltweit Böden, das heißt: Vielerorts verschlechtert sich die Bodenqualität immens. Dieses kann soweit führen, dass eine Rückgewinnung bzw. Bewirtschaftung des Bodens nicht mehr möglich ist. Durch Bodendegradation tritt jährlich etwa ein Verlust von 24 Billionen Tonnen an Oberflächenboden auf, dies entspricht in etwa der Fläche der Schweiz.
Katastrophal ist dieses, da Boden als eine nicht erneuerbare Ressource zu verstehen ist.
Boden ist eines der wertvollsten Güter überhaupt. Als Wuchs- und Standort bildet stellt er die Grundlage für vielfältige Nahrungsketten dar und ist somit die Lebensgrundlage aller Lebewesen auf der Erde. Boden bindet große Mengen an CO2 und ist damit ein wichtiger klimastabilisierender Faktor. Darüber hinaus erfüllt Boden verschiedene Funktionen, die für das Überleben auf der Erde grundlegend wichtig oder zumindest von Bedeutung sind, z.B.: Trinkwasserversorgung, Bau- und Rohstofflager, Nahrungsmittelproduktion, natur- und kulturhistorische Archivfunktion, Naturerfahrung.
Hilfreiche Informationen zum Boden erfahren Sie zum Beispiel hier.

Ursachen der Bodendegradation sind z.B.:

  • Vernichtung der Vegetationsdecke durch Abholzung oder Überweidung
  • Anbau von Monokulturen
  • Unzureichende Zufuhr von organischem Dünger
  • Zu intensive Bewässerung mit minderwertigem Wasser
  • Zu intensiver Einsatz chemischer Düngemittel
  • Zerstörung der Bodenstruktur durch Maschinen, Nutztierbestände, Abtragung von Böden

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen nun hat das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt. Damit soll der Bedeutung der Böden für die Ernährungssicherung in der Welt und für den Wohlstand unserer Gesellschaft verdeutlicht werden.Jahr des Bodens

Was kann ich mit meinem Biomüll für eine Bodenverbesserung tun?


Dieses Projekt dient dazu, ein Bewusstsein zu schaffen, dass jeder Einzelne etwas für eine Biomüllreduzierung und eine Bodenverbesserung beitragen kann.
Optimalerweise kann im Sinne dieses Projektes gehandelt werden, wenn ein eigener (kleiner) Garten vorhanden ist (dieses ist aber nicht zwingend notwendig). Ein individuell nicht unwesentlicher Beitrag zur Lösung des Problems (Biomüllreduzierung und natürliche Humusgewinnung zur Bodenverbesserung) kann durch das Anlegen von „Regenwurmfarmen“ bzw. „Wurmkisten“ geleistet werden…. Das, was auf den ersten Eindruck vielleicht etwas „spinnert-ungewöhnlich“ klingt, ist alles andere als das.
Stell Dir vor: Der Biomüll, der sonst in Deiner Biotonne landet, wird einfach von Dir an Regenwürmer verfüttert, ohne großen Aufwand und weitgehend geruchsneutral. Die Würmer danken es Dir, indem sie wunderbaren Wurmhumus produzieren. Du benötigst keinen (chemischen) Dünger mehr für Deinen Garten, sparst dadurch Geld und leistest einen signifikanten Beitrag zur Bodenverbesserung, ohne große Mühe. Du brauchst lediglich den produzierten Wurmhumus in die (etwa) ersten zwanzig Zentimeter Deines Bodens (oder den Boden eines Freundes, Familienmitgliedes etc.) einarbeiten. Du kannst den Wurmhumus für eine gute Obst- und Gemüseernte nutzen, verschenken oder auch verkaufen. Der Garten, der Boden und seine Lebewesen (und evtl. Dein Portemonnaie) freuen sich. 🙂

Mitarbeit der Kommunen

Zwar ist es ausdrückliches Ziel dieses Projektes, Einzelpersonen, abseits von Vereinen oder Verbänden, zu motivieren, jedoch macht es zweifelsfrei Sinn, auch vorhandene (institutionelle) Strukturen zu nutzen. In diesem Sinne soll intensiv mit kommunal-öffentlichen Trägern (z.B. mit Umweltämtern und Umweltbehörden) zusammengearbeitet werden, um Informationen dieses Projektes an Bürger weiterzuleiten.

In diesem Sinne werden sämtliche Gemeinden in Deutschland nach und nach per Mail angeschrieben. Zudem ist eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund von unserer Seite aus in Planung. Darüber hinaus soll eine Zusammenarbeit auch mit verschiedenen Naturschutzverbänden initiiert werden. Auch eine intensive Pressearbeit ist geplant.

Wie kann ich aktiv werden?

Besuche z.B. zunächst die „Mitmachen“-Seite, dort findest Du weitere Informationen 🙂.

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