Unter einer Wurmkiste wird hier eine halboffene Kiste verstanden, in welcher Würmer gezüchtet werden und Wurmhumus produziert wird.

Eine solche Kiste besteht aus Holz oder aber aus lichtundurchlässigem Kunststoff. Grundsätzlich ist zu beachten: Die züchtbaren Mistwürmer „Eisenia foetida“ und „Dendrobena Veneta“ sind echte „Kletterweltmeister“. In der Nacht, wenn sie nicht mehr von dem für sie unangenehmen Licht flüchten müssen, werden sie aktiv und schaffen es ohne weiteres auch glatte Oberflächen hochzuklettern. Gleichzeitig ist es aber wichtig, dass die Kisten genug Sauerstoff bekommen. Es empfiehlt sich, Kisten mit Löchern an den Seiten zu nutzen und dort eine Art Fliegengitter anzubringen. Denkbar ist es auch, über 90% der Kiste einen Deckel anzubringen, somit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Würmer auch in der Kiste bleiben. Für eine Zucht im Innenbereich des Hauses sind die Kisten insbesondere dann geeignet, wenn ein abgeschotteter Bereich (z.B. Keller) vorhanden ist. Der Geruch einer Wurmkiste kann bei ungenügender Pflege oder Überwässerung/Überfütterung leicht als störend empfunden werden.

Die Kiste sollte etwa eine Breite von ca. 40 cm haben sowie eine Tiefe von etwa 30 cm. Die Höhe sollte etwa 20-25 cm aufweisen.
Günstig ist es, wenn die Kiste unten löcher aufweist, damit Wasser abtropfen kann. dieses ist aber nicht zwingend nötig, wenn aufgepasst wird, dass keine Überwässerung stattfindet.
Innerhalb der Kiste sollte sich etwa 10 cm Erde befinden, welche immer feucht (aber nicht zu nass) zu halten ist. In einer solchen Kiste kann Du ohne weiteres bis 500 Würmer halten. In verschiedenen Quellen wird davon gesprochen, dass hier bis zu 1000 Würmer hineinpassen, zu bedenken ist jedoch immer auch, dass eine Überbevölkerung „Stress“ auslösen kann (was anschließend das Fluchtverhalten fördert (vgl. Kloppert 2013)). In die Erde solltest Du auch kohlenstoffhaltiges Material (z.B. Pappe, Papier (ohne Farbaufdruck), Stroh oder kleine Äste) einbringen. Dieses fördert die Humusproduktion und ist zudem wichtig, damit genügend „Freiräume“ im Boden bestehen, welche eine Sauerstoffzufuhr begünstigen. Oberhalb der Erde füllst Du dann immer wieder von Neuem das Futter ein. Wichtig ist hierbei, dass nicht die gesamte Kiste mit dem Bioabfall bedeckt wird sondern nur in etwa die Hälfte. So haben die Würmer immer eine Möglichkeit auszuweichen, sofern einmal schädliche Futterstoffe eingeführt werden.

Du kannst davon ausgehen, dass nach etwa zwei Monaten (bei günstigen Lebensbedinungen) der Inhalt der Kiste komplett aus Wurmhumus (sowie seinen lebenden Bewohnern) besteht. Innerhalb dieses Wurmhumus wirst Du zudem zahlreiche Wurmkokons finden…

Literatur:

Kloppert, S. (2013): „How to start a profitable worm business on a shoestring budget“. Create Space Verlag

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